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Historical Document · 1902

v. Mannlichers Selbstlade-Karabiner und Karabiner-Pistole m/1901 (Wille, 1902)

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Wille's 1902 German description of Ferdinand von Mannlicher's self-loading carbine and carbine-pistol m/1901: mechanism, hammer lock, hold-open, the Mannlicher-Pieper charger and the parts. The Mannlicher 1901/1903 dive's primary source; it shows that the pistol collectors call the M1903 is Wille's Karabiner-Pistole m/1901.

Author
R. Wille
Year
1902
Type
Historical Document
Credit
R. Wille, R. Eisenschmidt, Berlin, 1902. Public domain. Scan hosted by Forgotten Weapons (Ian McCollum).
  • mannlicher
  • m1901
  • m1903
  • karabiner-pistole
  • selbstlader
  • locked breech
  • german

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v. Mannlichers Selbstlade-Karabiner und Karabiner-Pistole m/1901 (Wille, 1902)

v.l'1annlichers Selbst lade- Karabiner und Karabiner-Pistole m /Ig>Ol Von R. Wille, Generalmajor z. D. Mit 136 Bildern im Text und auf 6 Tafeln BERLIN I90!1 , Verlag von R.Eisenschrnidt Verlagsbuchhandlung für Militllrwissenschaft Im Offizier· Verein • v. Mannlichers Selbstlade =Karabiner und Karabiner-Pistole m/1901. Von R. «<ille1 Generalmajor z. D. ~it u6 Bildern im Ce;d und auf 6 Cafdn. ßerlin 1902.. Q?erf~g t'On. (F. <l;ifenfcßmi~t. Verl ags buchhandlung für Militärwissenschaft lm Oftiz{er- Verein. Vorbemerkung. Diese Schrift bildet eine Fortsetzung meines vor kurzem erschienenen Büchelchens: "v. Mannliehars Selbstlade-Pistole m/ 190 1"*), auf des sen Vorwort ich daher Bezug nehme. Alle Rechte vorbehalten. Da in beiden Arb eiten lauter nahe verwandte und sogar einige völlig gleichartige Gegen tände behandelt sind während die Anordnung des Stoffs fast dieselbe ist , so mag es vielleicht natürlich erscheinen, dass sie sich in manch en Beziehungen gegenseitig ergänzen , dass aber auch einzelne Wiederholungen nicht zu vermeiden waren. B e r l in , den 16. Februar 1902. Der Verfasser. *) Berlin 1902; Verlag von R. Eisenscbmidt. V !!eit& Inhalt. Erster Abschnitt. Karabiner. Seite I. Allgemeine Einrichtung der Waffe II. Die ein zelnen Teile 1. Lauf . . . . . 2. Laufstellschraube . 3. Gehäuse . . . 4. Lauffeder 5. VersclJiusskolben fi . Schlagstift . 7. Haltestift 8. Schlagstiftfeder 9. Verschlussfeder 10. Drnckplatte . 11. Führungsspind el 12. Auszieher 13. Auszieherschraube 14. Riegel 15. Riegelwelle . 16. Rahmen . . 17. Schloss- und Magazinkasten 18. Magazin-Haltefeder . . 19. Schraube zur Magazin-Haltefeder 20. Schnepper 21. Schnepperfeder 22. Schnepperschraube 23. Hahn . 24. Schlagfeder 25. Abz ug 26. Schleppglied 27. Schleppgliedwelle 28. Schleppgliedfeder 29. Abzugw elle . . 1 3 -l (> ii 5 ii 6 6 6 7 7 7 7 7 7 7 R 9 9 9 9 9 9 10 10 10 10 10 10 10 30. Abzugfeder 31. Stange 32. Stangenwelle 33. Sicherung 34. Visierblatt . 35 . Yisierblattschraube 36. Visierfeder . . . 37. Visierfederschraube 38 . Schieber . '. 39. Schieberschraube 40. Magazin . . 41. Magazinboden . 42. Zubringer 43 . Zubringerfeder 44. Vorderschaft 45. Vorderschaftkappe 46. Schraube zur Vorderscbaftkappe 47. Kolben 48. Kreuzschraube . 49. Kolbenkappe 50 ·} Schrauben zur Kolbenkappe 51. 52 bis 54. Oberer Riemenbügel mit Kloben und Stift 55 und 56. Unterer Riemenbügel mit Kloben . III. Zusammenwirken der Teile . IV. Schiessbedarf . 1. Patrone . . 2. Lauestreifen . V. Zahlenwerte . 1. Waffe . . . 2. Schiessbedarf ::! . Leistung . . 4. Schusstafel . VI. Gebrauch des Karabiners 1. Füllen des Magazins 2. Feuern . . . . . 3. Sichern und Entsichern 4. Entleeren des Magazins 5. Entspannen des Hahns . Vll . Zerlegen, Reinigen und Zusammensetzen 1. Zerlegen . . 2. Reinigen . · · 3. Zusammensetzen VIII. Kritische Betrachtungen 11 11 11 11 12 12 12 12 12 12 12 13 13 13 13 13 14 14 H 14 14 14 14 14 lfi 16 17 18 18 19 20 21 27 27 27 28 28 28 28 28 29 29 30 vr VII Zahl der Ansi chte n 52 bis 54. Oberer Riemenbügel mit Kloben und Stift öö und 56. Unterer Riemenbügel mit Kloben Zweiter Abschnitt. .J3 Tafel V. Karabiner-PistoJ e. Seit e I . Einrichtung der Waffe 11. Zahlenwerte 38 39 39 1. Waffe . 2. Schi ess bedarf 3. Leis tung . 111. Kritische Betrachtungen 40 40 .n Bilder. Im 'l'ext. 'J' ~ffbildO< i I. II . 22 23 24 25 26 Ill . IY. V. Anf flen 'l'afelu. Tafel I. Karabiner mit geschlosse nem Verschluss und entspa nntem Ha hn , vo n rechts gesehen ; gefüllt er L adcs treifen. li. Karabiner mit geö ffn etem Verschlu ss, gespanntem Ha hn und aufgesetztem l,a des treifen, vo n rechts geseh en. lll . L a uf mit Gehä use und Vi sier ; Rahm en ; Sc hl oss- und Maga zinkasten " mit Sp annh ~bel und Abz ug; Maga zin ; V crschlusskolben und -feder nebst Führungsspind el ; Ri egel - sämtli ch von rechts gesehen . I V. Ges amta nsicht des Karabin ers von oben. Desgl. von rechts mit aufgesetztem Lad estreifen . . L ängenschnitt durch { . 1m Augenb!J ck des Abfeuern s L au f, V ersc II 1 uss, . .. Schloss und Ma gaz in bei g eoffn etem Verschluss. Za hl de r P atrone ; L ä ngenscbnitt, Seiten - und hintere An sicht Ladestreifen { leer · g efüllt 2. L a ufstell schra ub e -1. Lauffeder .tO. Magazin . .t1. Magaz inboden -!2. Zubringer 43. Zubrin gerfed er . -1-8 . Kreuzschra ube . Ansichten -± .J. ] 3 1 3 2 2 2 ? 1. Lauf . 2 3. Gehäuse 3 ;). Ver>chlusskolben 4 (i. Schlagstift . 2 7. Haltestift 2 8. Schlagstiftfeder l 9. Verschlussfeder 1 10. Druckplatte . 2 11. Führungsspindel 1 12. Auszieher 2 13. Auszieherschraube 2 14. Riegel 3 lfi. RiegelweH e 1 16. Rahmen . 3 17. Schloss- und Magazinkasten 3 18. Magazin-Haltefeder . 3 19. Schraube zur Magazin-Haltefeder 2 4 20. Schnepper 21. Schnepperfeder 1 22. Schnepperschraube 2 23. Hahn . 3 24. Schlagfeder 2 25. Abzug 3 26. Schleppglied 3 2 27. Schleppglied welle 1 28. Schleppgliedfeder . 2 29. Abzugwelle 2 30. Abzugfeder . 2 31. Stange 2 32. Stangenwelle 33. Sicherung 3 34. Visierblatt . 2 2 35. Visierblattschraube 3 36. Visierfeder . 2 37. Visierfederschraube 2 38 . Schieber . 2 39. Schieberschraube 2 .J-5. Vorderschaftkappe 46. Schraube zur Vorderschaftkappe 1 Tafel VI. Kara biner-Pistole mit Anschlagtasche, von links und von rechts gesehen . Erster Abschnitt. Karabiner. I. Allgemeine Einrichtung der Waffe.*) Der Karabiner gehört zur Klass e der mit bew eglichem Lauf und starrer Verriegelung des Verschlusses versehenen Selbstlader. Der Rückstass des Schusses erteilt dem Lauf, dem Verschluss und dem diesen aufnehmenden Gehäuse eine geradlinige Bewegung nach rückwärts; sobald sie eine kleine Strecke in der Richtung der Seelenachse gemeinsam zurückgelegt haben , stösst das Gehäuse gegen eine Grenzfläche des Rahmens, der ihm Füluung giebt, und wird dadurch neb st dem in das Gehäuse eingeschraubten Lauf zum Stehen gebracht. Gleichzeitig löst sich die Kuppelung, welche den Verschluss mit dem Lauf verbindet selbstthätig aus; der Verschluss setzt daher seine Bewegung nunmehr allein fort und gleitet "SO weit rückwärts, dass er die obere Öffnung des Magazins freilegt; hierbei wird zugleich die leere Patronenhülse ausgeworfen, sowie die Verschlussfeder und das Schloss gespannt. Alsdann schnellt der Druck der gespannten Verschlussfeder den Verschluss wieder nach vorn, welcher die oberste aus dem Magazin emporgestiegene Patrone vor sich her in das Patronenlager des Laufs einführt. Am Schluss dieser Bewegung des Verschlusses wird auch der wieder freigegebene Lauf nebst dem Gehäuse in die Feuerstellung vorgeschoben und die Kuppelung des Verschlusses mit dem Lauf von neuem hergestellt. Die W affe ist also nach jedem Schuss sofort wieder feuerb ereit, und es bedarf- solange der im Magazin befindliche *) Alle Zahlen werte siehe unter V, S. 18. - Über das ältere, ursprüngli ch nur als Pistole a usgestaltete Muster der Waffe vgl. Oberst Edler von Kromar, Repetier· und automatische Randfeuer· waffen der Systeme Ritter Ferdinand von Mannlicher; Wien 1900; S. 14 und Tafel 3±. W i II e. Selb stlad e-Ka ra bin e r. 1 . 2 ,...-4 ~ Q) Patronenvorrat r eicht - nur . eines Fingerdrucks auf die Abzugzunge, um den folgenden Schuss abzu geben. Das Magazin wird von oben mittels eines bei geöffnetem Verschluss aufgesetzten L a destr e ifen s gefüllt, welcher die Patronen zu einem Bünd el vereinigt und von dem sie mit dem Finger abgestreift und in das Magazin binuntergedrückt werden . D er Lad es treifen zeigt ein e eigenartige Anordnung (System Mannlicher- Pieper), deren Zweck und Wesen sich dadurch kennzeichnet, dass die Patron en nicht nur durch Reibung am Ladestreifen. haften, so ndern vo n sein en Enden zan g enartig umfasst und in ihrer Führung derart festgehalten werden , dass sie sich erst nach dem Aufsetzen auf die W afl"e - dann aber mit dem d e nkbar geringsten Kraftaufw a nd - abstreifen lassen. Das Hab n s eh 1o s s ist längs der Mittellinie des Karabiners in einem S~:hlo s;: kast en so untergebracht , dass seine sämtlichen Teile, auch der Hahn , von aussen unsichtbar bleiben; nur die Hahnwelle r agt durch di e rechte W and des S chlos~kas tens hindurch und trägt an ihrem äus s er~n End e ein en Spannhebel , welcher dazu dient , ein erseits die Stellun g des Hahns j ederzeit ersichtlich zu mach Pn, andrerseits das Spann en und Entspannen von Hand zu ermöglichen. D er Natur des Selbstladers entsprechend , ist das Schloss derart ein gericlltet, dass unter kein en Umständen zwei oder mehrere Sthiisse durch e inm a li ges Zurückzi ehen der Abzugzunge in unmittelbarer Folge abgegeben werd en können ; vielmehr bleibt das Verfeuern jedes einzeln en Schusses stets vom Willen und der Thätigkeit des Scllützen abh ängig. So bald die letzte im Magazin vorhandene P atrone verschossen i5t, tritt der von einer Zi ckzackfeder bethätigte Zubringer nach oben au s dem Magazin heraus und in die Verschlussbahn hinein. Der dadurch in sein er geö ffn eten Stellung festgehaltene Verschluss macht daher den Schützen mit ein er nicht zu üb ersehenden Deutlichkeit darauf aufm erk5am, dass das :Magazin entleert ist und, um das Feuer fortzusetzen, von neuem ge fü!H werd en muss, wozu die Vvaffe ohne weiteres ber eit ist . Da die Verschluss feder iu einer fa t bis zur Stirnfläche des Verschluss es reichenden Bohrung liegt und die Kuppelung de s Laufs mit dem Verschluss durch einen sich gegen letzteren stemmenden ~ ~ u L~ ,...• 0 0\ ,... -e $...... Cl) ·-= ,.Q cd $...... cd ~ • I Cl) "'C - cd ~ - r-'J ,.Q Cl) rJ:; D r-'J $...... Cl) ..c: ·--= ~ = cd ~ • > 3 Riegel bewirkt wird, während der Hahn, wie gesagt, im Innern des Schlosskastens spielt, so ist nicht nur die Länge des Verschlusses auf das kleinste, überhaupt möglicheMassbeschränkt und eine für den Gebrauch der Waffe unvorteilhafte Vergrösserung der Anschlaglänge vermieden, sondern auch die zuverlässige Sicherheit des Schützen dadurch besonders gewährleistet, dass beim .Arbeiten des Mtlchanismus im Feuer kein einziger Verschluss- oder Schlossteil aus der widerstandsfähigen Rückwand des hinten vollständig abgeschlossenen Geh ä u s e s h er a u s tri t t. II. Die einzelnen Teile. (S. Tafel IV und V.) Alle Teile mit Ausnahme des aus Nussbaumholz gefertigten Schafts, sind von Stahl; ihre Gesamtzahl beträgt 56, und zwar: 1. La1,1f. 2. Laufstellschraube. 3. Gehäuse. 4. Lauffeder. 5. Verschlusskolben. 6. Schlagstift. 7. Haltestift. 8. Schlagstiftfeder. 9. Verschlussfeder. 1 0. Druckplatte. 11. FührungsspindeL 12. Auszieher. 13. Auszieherschraube. 14. RiPgel. 15 . RiPgel welle. 16. Ra.hmen. 17. Schloss- und Magazinkasten. 18. Magazin~Halttlft!der. 19. Schraube zur Magazin-Haltefeder. 20. Schnepper. 21. Schnepperfeder. 22. Sclmepperschraube. 23. Hahn. 24. Schlagfeder. 1* 6 7 V er s c h l u s s f e der (9) aufnimmt. Letztere liegt indes (bei geschlossenem Verschlus~) nur mit ihrer vorderen Hälfte in der Bohrung, während der rückwärtige 'l'eil auf der Führungsspindel (11) ruht; erst beim Öffnen tritt sie nebst der Führungsspindel vollständig in die Bohrung ein. Diese Anordnung grstattet, dass der Verschluss s o kurz wie überhaupt möglich b e me ss en w erde n kann und da ss er auch w ä hrend de s Öffnens nicht aus dem Gehäuse heraustritt (vgl. S. 3). Oben ist die den Stossboden bildende Stirnwand des Verschlusskolbens für den Ausziehe r ( 12) durchbro chen. Um den Verschluss mit der Hand öffnen zu können, hat er vorn an seiner oberen Kante ein elt napfartigen, bogenförmig ausgeschnittenen Griff, dessen abgerundete und senkrecht gerippte Sei'tenflächen dem Daumen und Zeigrfinger beim Zurückziehen des Verschlusskolbens einen sicheren Halt bieten. In der napfartigen Höhlung des Griffs befindet sich die Bohrung mit Muttergewinde für die Auszieherschraube (13 ). Eine Ab sc hräg u n g am hinteren Ende des Verschlusskolbens unten lehnt sich bei geschlossenem Verschluss gegen eine entsprechende Schrägfläche des Riegels (1-:1), der den Verschluss beim Schuss abstützt. Der wand des Verschlusskolben s, and rerseits gegen den vorderen Bund des Schlagstifts lehnt und diesen daher stets kräfti g nach rückwärts drückt, so dass seine Spitze nur im Augenblick der Bethätigung durch den Hahn aus dem Verschluss nach vorn h eraustreten kann . Die obere weitere Bohrung des Verschlusskolbens nimmt (s. S. 5/6 unter 5) die gleichfalls schraubenförmige kann sich nur um ein geringes Mas s, das zu seiner Bethätigung eben hinreicht, vor- und rückwärts bewegen. Seine Verschiebung wird in beid en Richtungen durch den ist vor der Druckplatte in der oberen Bohrung des Verschlusskolbens gelagert und mit der von oben durch den Verschlussgriff gehemlen 7. Haltestift befestigt. Er wird durch den Druck der Verschlussfeder, welchen die Druckplatte (1 0) auf seine F u s s platte überträgt, derart fed ernd bethätigt, dass die Kralle , welche durch einen Ausschnitt an der hinteren Laufkante in die Seele binein ragt, bei geladener Wafftl in die ringförmige Rille am Bodtln der Patrone eingreift und beim Öffnen die leertl Hülse (bezw. die Patrone selbst) mit zurücknimmt. Der 6. Schlagstift gehemmt, der in eine flache Ausfräsung am ltinterenBund des Schlagstifts eingreift. Das rückwärtige abgerundete Ende dieses Bundes ragt aus der hinten oflt!nen Bohrung des Verschlusskolbens heraus, so dass es beim Abftluern von dem nach vorn schlage nden Hahn getrofftln und die Spitze des Seitlagsti fts durch die vordere Mündung der Bohrung hindurch gegen das Zündhütchen der Patrone geschn ellt wird. 8. Schlagstiftfeder. Um zu verhüten, dass der Schlagstift, auch ohne durch den Schlag des H<lhns vorwärts getrieben zu werden , das Zündhütchen berühren könnte, ist sein Schaft vorn von der schraubenförmigen Schlagstiftfed er umgeben , die sich einerseits gegen die Vorder- 9. Verschlussfeder auf, die durch den zurückgleit<'nden Verschlusskolben gespannt wird und ihn wieder vorschiebt. Sie bethätigt üb erdies den Ausziehe r ( 12) durch Vermitteluug der 10. Druck})latte, welche mit ihr dauernd verbunden bleibt. Damit die bei geschlossenem Verschluss fr ei im Gehäuse liegende- rückwiirtigtl Hälfte der V erschluss f tlder, während diese gespannt wird , nicht seitlich ausweichen und sich verbiegen kann , ist sie auf die 11. Führungsspindel aufgeschoben, welche beim Öffnen mit ihr in die Bohrung des Verschlusskolbens eintritt. Die Feder stützt sich dabei auf den Bund der Führungsspindel, deren Endzapfen von einer Bohrung in der Rückwand des Gehäuses aufgenommmen wird. Der 12. A.uszieher 13. A.uszieherscllraube U. Riegel stützt sich gelenkig auf ein au~gcrundetes Lager im Unterteil der sehr widerstandsfähigen - hinteren Gehäusewand und ist mittels der splintförmicren 0 15. Riegel welle, die nur das Herausfallen des Riegels beim Zerlegen verhüten soll , 8 zwischen d!ln Wandungen des Gehäuses so gelagert, dass er um da; Gelenk und die Welle einige Millimeter auf- und abwärts schwinger kann. Ein in seiner Mitte ausgesparter Schlitz gestattet den Hahn (23) freien Durchgang. Seine vordere Schrägung legt sict bei gesch lossenem Verschluss gegen die schräge Stützfläche d et Verschlusskolbens und bewirkt so die Verriegelung des Ver. • schlusses bezw. dessen Kuppelung mit dem Lauf. In dieser StellunS ruht der Riegel auf der vorderen oberen Stufe der in den Schlos s-0\ kasten (17) eingeschobenen Schwelle und kann daher von de~ Stützfläche des Verschlusses nicht abgleiten. Schiebt der Druck der Pulvergase den Lauf nebst Gehäuse und Verschluss nach rückwärts , so bleibt die Verriegelung zunächst unberührt, bis der mit dem Gehäuse gleichfalls zurückgehende Riegel von C der oberen auf die hintere untere Schwellenstufe hinabgleitet und:,E dadurch den Verschluss freigiebt; dieser setzt nunmehr, vermöge der ed ihm durch den Rückstoss des Schusses erteilten Bewegungsarbeit, den Weg allein fort; dagegen wird der Lauf in seiner rückwärtigen~ Stellung dadurch vorläufig fe stgelegt, dass der auf der unteren • Schwellenstufe ruhende und von dem zurückgleitenden Verschluss~ niedergehaltene Riegel nicht wieder nach vorn gehen kann, also auch ed das Gehäuse samt Lauf verhindert, unter dem Druck der gespannten ; Lauffeder (4) vorzugleiten. riJ Gleichzeitig mit diesen Vorgängen hat der Stoss der hinteren: : Stegfläche des Riegels den Hahn in die Spannrast zurück- t% geworfen. Sobald dann der Verschlusskolben von der durch seinen Rück- ~ gang zusammengedrückten Verschlussfeder wieder vorgetrieben wird, ~ giebt er dem Riegel, indem er über ihn hinweggleitet, genügenden ...C Spielraum, um nach oben zu schwingen. Infolgedessen vermag nun .~ die Lauffeder den Lauf nebst Gehäuse und Riegel nach vorn zu schieben, und der auf die obere Schwellenstufe hinaufgleitende Riegel C legt sieb mit seiner Schrägung wieder hinter die Stützfläche des ed Verschlusskolbens : der Verschluss ist verriegelt. Der 5 ä) a C ::e 16. Rahmen dient zur Vereinigung aller Hauptteile der Waffe. Seine Seitenwände sind innen mit Nut z n versehen, in denen das Gehäuse bei seiner Rück- und Vorbewegung durch entsprechende Leisten geführt wird, während die hintere Grenzfläche den Rückgang des Gehäuses hemmt. Am vorderen Steg des Rahmen s befindet sich • > 9 eine kleine Ausfräsung mit der Stützfläche für die Lauffeder (4), links die Sicherung (33), unten die Kerbe für den am Schlosskasten (17) angebrachten Schnepper (20). Die Gabel, in welche der Rahmen rückwärts ausläuft, nimmt den Kolbenhals auf. 17. Schloss- und .Magazinkasten. Sämtliche 'I' eile des Schlosses sind in einem besonderen Schlos s kasten untergebracht, dessen vorderer Raum zugleich den Magazinkasten bildet. Im hinteren Raum befinden sich die verschiedenen Aussparungen für die Lagerung der Schloss teile, unten der Abzugbügel , an den Seitenwänden je eine Lei s te zur Begrenzung beim Einführen und vorn eine dritte Leiste zur fe sten Lagerung des Schlosskastens im Rahmen. In die Seitenwandungen des .M:agazinkastens, welche oben zwei nach innen gebogene Lipp en haben, ist hinten oben die abgestufte Schwelle für deti Riegel (s. unter 15, S. 8) schwalbenschwanzartig eingeschoben ; in seiner Rückwand, die den Auswerfer trägt, liegt die 18 . .Magazin-Haltefeder, welche zugleich als Führung s lei s te für das Magazin dient und deren Drückergriff unten an der Vorderseite des Abzugbügel s hervortritt; sie ist mit der 19. Schraube zur Magazin-Haltefeder befestigt. Der am Schlosskasten ( 17 ) hinten angeordnete 20. Sclme]lper ist mit seiner Welle aus einem Stück gefertigt, hat unten eine Höhlung für die schraubenförmige 21. Schnepperfeder und links eine kleine Ausfräsung, in welche der Endzapfen der durch die linke Schlosskastenwand gehenden 22. Schnepperschraube eingreift. Der Schnepper wird, nachdem er mit der Feder versehen ist, von der rechten Seite des Schlosskas tens eingeschoben und dann die Schnepperschraube festgeschraubt. Sein äusserer Zahn hält den an Ort gebrachten Schlosskasten dadurch fes t, dass er in die Kerbe des Rahmen s einspringt. 10 ll Der bogenförmig gestaltete Die zweischenklige 23. Hahn, 30. Abzugfeder dessen Kopf vorn eine b S J1 l S 11rt d R e ene c ag fl äc he hat und durch den iient zugleich als Stangenfeder; der untere längere Schenkel drückt 1 c z es : ~e ge ls (14) hin du rcJJgreift , ist mit der Hahnwell e den Abzug stetig vorwärts, während der obere Schenkel die und dem smthch nach aussen reichend en S p a h b l . Stück b ·t t n n e e aus emem 31. Stange ~ear Cl e . Der Bund am mittleren Teil der Hahnwelle ist ~o.rn fu .r kdas .Horn der Sch l agfeder {l4) abgesetz t und hinten bethätigt, welche Im Schlosskasten um die czw. 1ln -s mit der Spannra s t f.. d' St . A f ·· ur Je ange (31 ) und mit 32. Stangen welle . u s ra s un ge n für die Sic h e run g (33) ver' ehen Der S d es~<e n Zweck schon auf s 2 an()'e b d · pannhebel, schwingt und deren vorderer Arm durch den oberen Schenkel der · " ge en wur e hat oben e· . . genffeiten Griff. ' men Abzugfeder stets aufwärts gegen d1e Spannrast der Hahnwelle Der Hahn wird mit der Welle von rechts gepresst wird. Auf den hinteren Stangenarm wirkt das S eh l e p pin die zugehöri~re g 1I. e d (.2 ß) des Ab zugs. Aussparung des Schloss kastens ei rlD'eschoben Die zweischenkli()'e " · Wird der Hahn beim Schuss durch den Stoss des Riegels zuo rückgeworfen, so fallt die Stange sog l eic h in die Spannrast ei n, 2-!. Schlagfeder wenn auch der Druck des Zeigt>:fingers auf die Abzugzunge no ch andauert; denn das Schleppglied , welches die Stange beim Abziehen liegt mit ihrem vorderen ebenen Schen kel flach an der St' d des Sclllosskastens . d . trnwan aus der Spannrast gehoben hat, weicht im Augenbli ck des SeJmsses in F . . , .' .. er untere Teil des llinteren Schenkd3 bilJet das nach vorn aus und giebt daher die Stange wieder frei. Lässt der O I~ eme~ Ktebbogens nach rückwärts ge krö[)fte Horn dess E II de SJCh O'e()'e d t , en Fingerd ruck auf den Abzug dann nach, so geht letzterer wieder vor, " " n en un er 23 erwähnten Absatz am Bund der H a lrnwe11 e leimt. während das Schleppglied durch die Schleppgliedfeder zurückgedrückt Der wird und erst bei erneutem Abziehen abermals auf den hinteren Arm der Stange zu wirken vermag. 25. Abzug t rägt das Souac h wird der Hahn auch d ann in gespanntem Zu26. Schleppglied, stand er h alten, wenn d er Zeigefinger de s Schützen di e welches mit ihm durch die zurückgezogene Abzugzunge nicht so fort l oslässt. Durch einmaliges Abziehen kann daher unter allen Umständen nur ein 27. SchleppgliedweHe einziger Sc hu ss abg!'geben werden. (B etr. Zweck und Notwendigvorbanden ist und von der sc hraub enförmi()'en keit aie ser Vorkehrung vgl. S. '2.) " Die 28. Schleppgliedfeder 33. Si cher n11g ~ tets nach rückwärts gedrückt wird. in Gestalt eines zweiarmigen Heb els ist mit einem Zapfen nebst Warze in die linke Seitenwand des Rahmen s ( 16 ) drehb ar eingelegt. Die unter 25 bis 28 genannten Teile werden auch beim ZerDer nach rechts gekröpfte hintere Arm ragt mit sein em oben und legen der Waffe nicht voneinander getrennt. hinten gerippten Knopf aus der Rückwand des Rahm ens hervor und DurclJ die Querbohrung des Abzugs g reift die trägt an der linken Seite sein es Halses eine längli che Warze, 29 . .Abzngwelle, durch welche die Sicherung abwe chselnd in einer ihrer beid en Stellun gen festgelegt wird. Der vorde re, vorn nach innen gebogene mit welcher der .Abzug zwischen den Seitenwänden drehbar gelagert ist. des Schlosskastens Arm greift in die seitlichen Aa sfräsungen am Bund der Hahnwelle ein (s. unter 23, S. 10). V 12 Um zu sichern, wird der Knopf aufwärts, zum Entsichern abwärts gedrückt. Es kann sowohl bei gespanntem wie bei entspanntem Hahn gesichert werden. Das Vi sie r gehört zur Gattung der Treppenvisiere und besteht aus Blatt , Feder und Schieber nebst drei Schrauben. Das 34. Visierblatt ist zwischen den oberen, treppenartig abgestuften Gehäusewangen (s. unter 3, S. 5) mittels der • s.,.... 0\ -e 35. Visierblattschraube, die ihm als Welle dient, drehbar gelagert und wird von der förmigen welche mit der 36. Visierfeder, 37. Visierfederschraube am Gehäuse befestigt i st, stetig ab wärts gedrückt. Das Visierblatt trägt den Visierkamm mit Kimme und den beweglichen 38. Schieber mit geraubten Seitenflächen. rückwärts wird durch die begrenzt. Die Bewegung des Schiebers nach 39. Schieberschraube ~ -g -= 1;:,; ~ ~ Die tiefste Visierstellung entspricht einer Schussweite bis zu 200m. Ruht der Schieber auf der hinteren , mittleren oder vorderen Stufe der Wangen , so ergeben sich die Erhöhungen für bezw 300, 400 und 500 m. Die Entfernungszahlen sind (unter Fortlassung der Nullen ) in die obere Fläche des Visierblatts eingeschlagen. (Über das Korn s. unter 45, S. 13 .) Das 40. l\Iagazin wird von unten in den Magazinkasten (17) eingeschoben und durch die Magazin-Hai tefeder (18) festgelegt. Eg hat die Gestalt eines vierseitigen, oben offenen und vorn flach abgerundeten Bel1älters von Stahlblech mit gelochten Seitenwänden, die oben zwei nach innen gebogene Lippen bild en. In die Rückwand ist rechts eine senkrechte • > 13 Führungsnut für die Führungsleiste des Zubringers (42) eingestanzt. Seitenwände und Stirnwand sind am unteren Rand zu einem Falz umgebogen, in den der 41. Magazinboden eingeschoben wird. Die Anordnung, dass das Magazin (durch einen Fingerdruck auf den Drücker der Magazin-Haltefeder) aus dem Magazinkasten nach unten herausgenommen werden kann, hat lediglich den Zweck, ein bequemes Entleeren zu ermöglichen; das Füllen geschieht ausnahmslog von oben durch Au(setzen des Ladestreifens und Abstreifen der Patronen in das Magazin. 42. Zubringer. Die Platte des Zubringers ist oben mit einer einseitigen, keilförrnig abgeschrägten Rippe versehen; da die Patronen im Magazin sich in zwei senkrechten Reihen lagern, so bewirkt die Rippe, dass die Patronen der ein'en Reihe höher als die der andern liegen und dass beide Reihen mit einem Teil ihres Querschnitts ineinander greifen; die Patronensäule nimmt daher nach Höhe und Breite einen möglichst kleinen Raum ein. Die Rückwand des Zubringers trägt eine Führungsleiste, welche über die Rippe empor- und bei leerem Magazin und geöffnetem Verschluss so weit in die Patroneneinlage hineinragt, dass der Verschluss in seiner geöffneten Stellung erhalten wird. Im Innern des Magazins liegt ferner die 43. Zubringerfeder, welche in Form einer Zickzackfeder aus rechteckig gebogenem Draht hergestellt ist; sie stützt sich unten auf den Magazinboden (4 1) und trägt den Zubringer (42), welchen sie stetig nach oben drückt. Der röhrenförmige 44. Yorderschaft hat vorn krei srunden , hinten elliptischen Querschnitt; er umgiebt den Lauf ringsnm und fast in dessen ganzer Länge. Zu seiner Befestigung dient hinten ein Ausschnitt, in welchen der untere Ansatz des Laufs hineinragt, vorn die 45. Vorderschaf'tkappe, die das flache dachförmige Korn auf hohem Korn fu s s trägt. ist durch die Sie 14 15 46. Sc hraube zur Yorderscllaf'tkappe und den Schuss abfeuert, ind em sein e Spitze in das Zündhütchen befestigt, deren Schaft in die Haft an der Laufmündung (s. unter der im Lauf befindlichen Patron e eindrin gt. . 1 S. 4) eingreift. Der Druck der Pulvergase a uf den Seelenboden sch1ebt den Der Vorderschaft nimmt sonach an jeder BewPgung des LauflYerschluss nebst Lauf, Gehäuse und Riegel zurück, bis die Berührung teil; um daher dPssen Rück- und Vorgang beim Schuss nicht z,der Stossfläche des Gehäuse5 mit der Grenzfläch e des Rahmens diese r bel1indern, ergreift der Schütze zum Feuern mit der linken Han!Bewegung ein Ziel setzt. statt des Vorderscl~afts den Magazinkasten, dessen Gestalt diesen Während des Rückgangs dieser bewegli chen Gruppe gleitet der Zweck besonders angepasst ist. Vorderteil des Riegels, der sich in der Feuerstellun g gegen die Der rückwärtige Schriignng des Verschlusses stemmte und diesen daher 47. Kolben mit dem Lauf kupp elte, von der erhöhten vorde ren Stufe seiner wird vorn von der Gabel des Hahmens (16) gehalten, mit der e,Schwelle auf deren hinteren vertieften Ab satz hin ab, schwingt al so um durch die sein Gelenk nach unten und giebt infolgedessen den Verschluss frei. 48. Kreuzscltraube Diese r setzt nunm ehr seinen Rückweg allein fort und hält verbund en i st. Am Kolbenhals befindet sich eine Hand s tütze mil währenddem zugleich den Riegel nieder, so dass er nicht nach oben, Fischhaut (sogen. Pi s tolen sc häftung), welche bei j eder Art de1 also auch nicht nach vorn ausweichen kann. Dies~ Sperrun g des Ansch lags das feste Einziehen des Kolbens in die Schulter wesentlic1 Riegels macht den Grgendruck der L auffeder unwuksam, welche erleichtert und förd ert. durch den Rückgan g des L aufs gespannt worden war und die nun Das untere Hirnende des Kolbens ist mit der bestrebt ist, den Lauf wieder in die Feuerste llun g vorzutreiben . Rirgel, Gehäuse und L auf sind deslt alb gezwungen, vorläufig in ihrer 49. Kolbenkappe rückwärtigen Stellung zu verharren . beschlagen, die von den beid en Gleichzeitig l~at der Stoss, welchen der znrückgeschossene Riegel 50 und 51. Schraube n zur J{olb enkappe dem durch den Riegelschlitz hindurchragenden Hahn erteilt:, l etzteTen gehalten wird. nach rückwä rts geworfen und gespann t; in dieser Lage wird er durch die Stange festgehalten, die sofo rt wieJer in die Spannrast der Hcthn~ 52 bis 5:!. Oberer Riemenbügel mit Klob en UIJ{l Stift. welle einfällt. 55 nucl 56. Untet·er Uiemenbügel mit IUoben. Inzwischen i st die von der Kralle des Ansziebers erfasste leere Am Vorderschaft ist der Kloben (52) zum oberen Rieme n · Patronenhül:.ie aus dem Lmf en tfe rnt word en und mit dem Yerschluss bügel (5 ±) mittels des Stifts (53) angeb racht, während der Klob e n zurückgegangen, bis die Unterkante ihres Bodens gegen den Auswe rfer (5ii) zum unteren Riemenbügel (56) in den Kolben einge· stösst und sie dad urch nach oben hinausgeschleudert wird. Da d ie schraubt wird. obere Öffnung des M;lgazins eben falls freigelegt ist , so hebt der Druck der Zubringerfeder die oberst e Patron e aus dem Magazin bis in die Verschluss bahn. III. Zusammenwirken der Teile. Die gelad ene Waffe wird bei gespanntem und entsichertem Hahn durch einen Fingerdruck auf die Vorderfläche der Abzucrzunge Der Verschlusskolb en , in welchem der Sch-lagstift seine (h intere) in T hätigke it gesetzt. " Ruhe- oder Sich0rheitslage mittlerweile schon wieder angr nommen Das ZurückziPhen der Zunge hebt rli e Stange aus der Spannrast hat, wird nach V ulll!nd un g der rückwä rtigen Bewegung von der dadurch der Hahnwellil, und der Kopf des dadurch frei crewordenen YOn der gespannten Verschlussfed er abermal s nach vorn geschn ellt und seili ebt ,., ' S ~ l1lagfeder bethätigten Hahns trifft mit seiner Schlagfläche den zugleich die aus dem l\facrazin empo r(J'estiegene Patrone vor sich her . 1D den Lauf. ]unteren Bund des Schlagstifts, welcher nach vorn getrieben wird ~ ~ 16 17 Sobald der Verschluss auf diesem Wege über den Riegel hinweggegangen ist , erhält dieser von neuem Bewegungsfreiheit und kann mit seinem Vorderteil von der unter en Stufe längs der nach vorn ansteigend en schiefen Ebene seiner Schwelle auf- und vorwärts gleiten. Während daher die Lauffeder nunmehr in Wirksamkeit tritt und den Lauf neb st Gehäuse und Riegel in die Feuerstellung befördert, erhalten auch die Schrägflächen am Verschluss und Riegel gegenseitige Anlehnung, so dass die Kuppelung zwischen Lauf und Verschluss wiederhergestellt wird. Ausziehars und für die Ränder des Ladestreifens (s . unten) dient k ein vorstehender Bodenrand, sondern eine ringförmige, dem Hülsenboden Zündhütchen und Zündgleichlaufend e Rille (Eindrehung). glocke zeigen die übliche Anordnung. Alle diese Bewegungen im Mechanismus der Waffe, so verwickelt und umständlich sie scheinbar sind, vollziehen sich vermöge der augenbli cklichen Kraftäusserung der arb eitend en Pulvergase naturgernäss mit grösster Schnelligkeit im Bruchteil einer Sekunde. Selbst der gewandteste und geübtaste Schütze, dessen Muskel n seinem Willen in unmittelbarer Folge gehorchen , ist daher ausser Stande, den Druck des Zeigefingers auf die Abzugzunge, durch den er den Schuss abgefeuert hat, wieder aufhören zu lassen, bevor die Waffe abermals geladen und schussbereit ist. Dies hat indess kein erlei Bedenken, da j a der in die Spannrast zurückgeworfene Hahn durch die Stange gesperrt wird. gekröpft ist . Als S eh i e s s mit t el dient uuchsch waches NitrocelluloseBlättchenpulver von 500 g/1 Raumgewicht und 1,53 Dichte. Die Blättchen haben 1 25 bis 1,30 mm Seite und sind 0,09 bis 0,10 mm der Nitrocellulose beträgt 12 9 °/o. s t ark . Dei. Stickstoff!:rehalt " Giebt der Schütze schliesslich die Abzugzunge frei , so dass sie nach vorn schwingen kann , und zieht sie dann von neuem zurück, so wiederholt sich mit dem L osgehen de s nächst en Schusses alsbald das gleiche Spiel des Mechanismus. IV. Schiessbedarf (S. Tafel IV.)*) 1. Patrone. Sie setzt sich aus Hülse, Geschoss und Pulverladung zusammen . Die messingene R ül s e hat die gewöhnliche F laschenform un d gliedert sich in den walzenförmi gen Ge s chossraum , die steil kegelförmige Schweifung, den schwach kegelförmigeu Pulv erraum und den Boden mit Zündhütchen. Als Angriffsfläche für die Kralle des *) Mit lVIassangaben versehene Bilder des Geschosses und eines L adest r e if ens von ganz ähnlicher Einrichtung wie der hier beschri ebene findet man in Wille, v. Mann li eherB Selbstlade-Pistole m/1901; Berlin 1902; S. 14 bis 16. Das Geschoss hat die Gestalt eines abgestumpften, vorn spitzbogenförmig auslaufenden Kegel -· . Der Kern von Hartblei (Le~ieru~ g aus Blei und Antimon) tritt nur am Boden zu Tage und wud 1m übrigen von dem aus nickelkupferplattiertem Stahlblech hergestellten Mante l rings eingeschlossen, dessen Bodenrand nach vorn 2. LadestreifeiL Er besteht aus einer flach kreisbogenförmig gekrümmten Stahlblechschiene, deren Längsränder nach unten und oben derart gekröpft sind da s sie eine an der Innenseite über der Schiene offene Rinne ' Bei gefülltem Ladestreifen greifen ilrre oberen Flansche in bilden. die unter 1 erwähnten Rillen der Patronenhülsen ein und verhind ern o jede Verschiebung oder das Herausfallen der P atronen nach d e r Seite. Um eine ebenso sichere Lagerung auch in der Läng s richtun g des Ladestreifens zu erzielen, ist an seiner Rückseite eine stählerne Flac hfeder eingelegt und in der Mitte von zwei nach innen gekröpften L a pp e n der Schiene fe tgehalten; zu ihrer Versteifun g dienen zwei eingepresste Querrippen und eine mittlere Längsrippe: nahe den Enden, in der Verlängerung der beiden Quenippen, ist sie mit je zwei seitlich vorstehenden uncl nach vorn um ge bogenen Na se n verse hen die in schwalbenschwanzfö rmigen Ausschnitten der Längs' Streifens ruhen . Den Zweck diese r Yier Nasen s. unten. rände r des Di e beiden E nd en der Feder sind doppelt gek röpft. liegen in Ausschnitten der Schiene und bilden zwei Kra ll e n , wel che üb e r die V or derfläche d es L ades treifen s vorragen. Beim Einführen der P atronen in letzteren muss daher der betr. Krallenteil der Feder jedesmal zurückgebogen werd en, was sich durch einen sanften Druck mit der Boden kante der einzuschiebenden P atrone leicht und ohne Zeitverlust bewirken lässt. Nach dem F üllen des Ladestreifens werden 19 18 die Patronen von den wieder nach vorn federnden Krallen zangenartig umfasst und so festgehalten, dass sie sich selbst bei r oher und gewaltsamer Behandlung, geschweige denn bei dem gewöhnlichen Gebrauch unter keinen Umständen vom Ladestreifen trennen. Trotz der grossen Widerstandsfähigkeit der Schiene wie auch der F eder ist es immer noch leichter, einen dieser Teile unter beträchtlichem Kraftaufwand zu zerstören, als eine einzige Patrone unbeschädigt von ihnen loszulösen, ohne vorher die Feder zurückzubiegen. Andrerseits aber lassen sich die Patronen beim Füllen de Magazins mit grösster Leichtigkeit vom Ladestreifen trennen . Dieser scheinbare Widerspruch ist in ebenso einfacher wie sinnreicher W eise durch folgende Vorrichtung gelöst: Die in die Innenflächen der beiden Seitenwände des Gehäuse eingeschnittenen Nuten (S. 5 unter 3), welche das unten befind liche E nde des Ladestreifens aufnehmen, sind vorn mit Schrägfläc h e n versehen, von denen die beiden unteren Nasen der Feder nach rückwärts gedrängt werden, sobald man auf die oberste Patrone im L adestreifen einen leichten Druck ausübt. Das Zurückweichen der Nasen überträgt sich in verstärktem Mass auf das unterste Ende der Feder neb t der sperrenden Kralle, welche den Patronen somit den W eg zum Magazin freigeben muss. V. Zahlenwerte. Karabiners . I' {. L aU18 l • r Länge J · des - der gezogenen Teils { 'tl Geschosswegs im Lauf . Visierlinie . Höhe Breite } des Karabiners Drall-1länge { winkel Grösst er L aufdurchmesser am } Patronenlage r { Grösste L aufweite im mit leerem Magazin Gewicht des Karab iners { " gefülltem " Zahl seiner T eile . 7 ,65 { +0, 03 mm -0,02 " 735,00 mm 300,00 " 39,22 Kaliber 266,00 mm 34:,7 7 Kalib er 280,00 mm 385,00 " *J 77,00 " **) 31,00 " { -:-:-) Dies :Mass gilt für die tiefste Visierstellung; den Sch ussweiten von 300 unü -!00 m entspricht eine Länge der Visierli nie von 384 bezw . 383 mm. ''"'') Von Oberkante Gehäuse bis Unterkante Magazinkast en. 335,00 mm 4 0, 12 " 2,93 " 3,08 " Rechts :250,00 mm 32,6 8 Kaliber 5 ° 30' 20,0 0 mm *) 10,00 " 1775,00 g 183 7,40 " ii6 2. Schiessbed arf. Patrone Geschoss 1. Waffe. Laufweite (zwischen den Feldern) Anschlaglän ge · Zahl . Tiefe Breite Feld erbreite richtung Züge lLänge . . . Gewicht . . Hülsenfüllun g . r·g· { Grösster Durchmesse r Gewicht. Querdichte . P ulver- { Gewicht. . . . ladung Ladungs ver hältn is Hülse {L äage Gewicht (leer) mit Zündhütchen desgl. in °fo des P atron engewichts Lade- { Pakonmahl . L eergewicht . streifen desgl. in Ofo des gefüllten L adestreifens ~- ) :35,00 mm 10,4 0 g 90, 00 °/o 14,00 mm 1,83 Kaliber 7,82 mm 5,53 g 12,02 gfqcm 0,45 g 0,08 25,00 mm 4,45 g 42,8 0 °/o 6 **) 9,25 g 12,91 °/o Im Achtkant ; vo r dem Achtka nt 15 rum. -x-~-) Der Karab in er wird a uch für ei ne Magaz in fü llun g von s i e b e n Patronen eingerichtet ; der L adestreifen is t dann um eine n Patronendurchmesser länger und das Magazin 7 mm tiefer als bei der a ueler n Ausführun gsform der W a ffe für 6 P a tronen . 20 21 3. J. . eistung. .JI ün dungsgesch win digkei t ganze . . . . . . . . Mündungs- auf 1 Dekagramm der Waffe arbeit " 1 Decigramm der Ladung " 1 Quadratmillimeter Querschnitt Rückstassarbeit . Gesamtgewicht der beim Sclm s zurückgleitenden 'r eile (Lauf, Vorderschaft, Verschluss und Gehäuse mit Riegel) . Länge des Rückgangs dieser Teile l Höchster Gasdruck :Mittlerer " Verhältnis des mittleren Gasdruck" zum höchsten 100 m, Schnellfeuer H öhen1 00 , , freihändi g . streuung auf Trefffühigkeit**) Breitenstreuung anf f I J 100 " , ) 200 " , J 1 aufgel egt l l 300 " ' l-1- 'I'afeln Flusseis enAuf 10m DurchE tc ble ch von j e 0,9 5 mm n 1ernun()'0 d Stärke = . . . . schlagleistung ~ wler leln 9 tannene Bretter von üurc JSC 1 agen .. k e = je .30 mm St ar Feuergeschwi ndigkei t. gezielt . Schusszahl in 30 Seku11d en im mechanischen ( einseh t. Erneuerung rl e r Schnellfeuer Magazinfüllung ) J l Jl J Entfernung m 0 0 0 1 100 200 aoo 6::35,00 g 4,00 mm 25 1395 _ at 17 -±95 at 1 : 2,8 2 530 mm 630 2 0 710 " 800 " 730 " 600 " 300 ,, 580 910 {+ I Fall- Geschossgeschwindi g- Flugzeit: winke! keit Sekunden m Grad. l\'Iin. I Grad. l\'Iin. Abgangs- -±00 500 1 14 3250 12 38 0 0 I 1 :2 15 34 2 41 33 0,28 0,!18 0,96 1,:1:3 1,95 3i'i0 290 2-51 2-24 198 Scheitelhöhe Scheitelabstand m m 0,26 0,70 1,38 :2,63 4,70 121 17:2 22-± - 275 )) 10 0 m, ) 200 m, aufgelegt 300 m, 100 m. Schnellfeuer 100 freihändig. 1 4:. SchusstafeL ':') -±50,00 m 57, l mkg 0,3 2 " 12 ,69 )) 0, l 9 )) 0 , l9 ') )) " 13,3 270,0 1~ l ... ) Dieser Wert gilt nur für die als star r es Sys tem betrachtete Waffe· bei dem Selb stlad er winl aber die Einwirkung des Rii ckstosses auf die Schul tet des Schii tzr n clmch rlie hinter dem Seclenborlcn ringeschaltete n hrwegli chen uni federnd en Zwischen gli eder erh eblich abgeschwiicht. S. a. S. 37. -=<--:-:- ) Treffbilder s. S. 22 bis 2fi. -%·) Für 1.206 kgfcbm <·:+:+) Die Blechtafeln waren mit j e 10, die Bretter mit je 3ll mm Abstand 1000Geschosses voreinander aufges tellt. = Luftgewicht und bei einem Formwert des 22 23 Treffbild I. Treffbild II. E n t f e r nun g : 100 m. Entfernung: 100 m. 5<l Schuss, Schnellfeuer. 42 Schuss, freihändig. Höhenstreuung: 58 cm; Breitenstreuung : 73 cm. Höheustr eunng: 63 cm; Breiteustreuun g: 60 cm. . • • • • •• .• •.• • •• . . • •• •• •• • . .. • . • • • .. • . • lo ~ ~. • Massta.b 1 : 12,5. Quadratseite ö cm . Masstab: 1 : 12,5. . ..... .· :· .. Quadratseite ö cm. 24 25 Treffbild III. Treffbild IV. E n t f e r n u n g : 100 m. E ntfern u ng 54 Schuss, a ufgelegt. H öhenstr euun g: 28 cm : 200m. GO Schuss, a ufgelegt. Breitenstr euun g: 30 cm. Höhcnstrcuung: 71 cm: